Berner Zeitung
Je nach Stimmung des Erzählten verknüpfte das Trio die entsprechenden Farbtupfer. Humoristisch und mysteriös formulierten Flück und Niedermann die spannenden, berauschenden Geschichten, so dass es einem kalt den Rücken runter lief. Apart, auch spannend wirkte die durchdringende Drehleier. Märchen- und sagenhaft Klirrende Kälte, Wind und Bise kamen auf Bassgeige, überblasener Blockflöte und Hackbrett zum Ausdruck. Mit Sprache und Musik verwoben die Künstler Märchenhaftes, Unergründliches und Sagenumwobenes aus dem Haslital und dem Grimselgebiet. Vom geistersichtigen Michel über die wilde Jagd der Frisen mit der Umkehr eines Wilderers reichte das Spektrum. Und es ging weiter mit der Rettung eines Zwergenkönigs bis hin zu Wünschen, die sich trotz Hilfe einer Fee wegen Ungeschicktheit der Wünschenden nicht verwirklichen liessen. Begegnungen mit den Allerseelen oder einer Hexe liessen aufhorchen. Und erst recht das Goldglück von Hans Chüeschwanz. Der Wein wärmte das Herz Während die Geschichten in Kälte und Dunkelheit abspielten, wurde es dem Publikum mit einem guten Tropfen Wein (des Rebbaus Spiez) und Gebäck (aus der Konditorei Binoth) in passendem Ambiente des Regezkellers warm ums Herz. «Die Geschichten in entsprechendem Erzählstil sind unter die Haut gegangen» oder es wurde lebendig und farbig erzählt, war aus Rückmeldungen der rund 60 Besucher zu hören. Während sich eine Besucherin die Geschichten pointierter gewünscht hätte, lobte ein Zuhörer: «Die Erzählungen wurden mit einfacher Sprache ausgedrückt, die auf der Zunge vergeht, eben nebst Gruseln auch zu Herzen ging». Heidy Mumenthaler>
Erstellt: 11.01.2010, 00:32 Uhr
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